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Zusammenfassung der Epoche der Aufklärung


Als Epoche der Aufklärung wird die im 16. bis 18. Jahrhundert geistige Entwicklung der westlichen Gesellschaft bezeichnet, welche vorwiegend durch das Verlangen gekennzeichnet ist, das Denken von traditionellen und altmodischen Ansichten, Voreingenommenheiten und Weltanschauungen zu lösen und eine Anerkennung für neu erworbene Kenntnisse zu bewirken. Ein aufgeklärter Mensch zu sein bedeutet den Auffassungen der Obrigkeit keinen Glauben zu schenken, sondern sich selbst aus "seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit" (Immanuel Kant)  zu befreien und sein Dasein eigenständig zu gestalten. Der bedeutendste Grundgedanke der Aufklärung sagt, dass die Vernunft in der Lage dazu ist, die Wahrheit zu offenbaren. Angesichts jener Einstellung (und wissenschaftlichen Resultaten) mussten viele Befürworter der Aufklärung dafür mit der Freiheit bezahlen, indem sie ins Gefängnis kamen (wie Galilei) oder ins Ausland flüchten mussten.

Mit " Sapere aude - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen "
steuert Kants Leitgedanke nicht nur auf die äußere Ablehnung gegen die Aufklärung hin, sondern auch auf die innere Erlösung von der Unterdrückung und Abhängigkeit. In der vom Jahre 1670 erschienenen geistlich -politischen Abhandlung mutmaßt Spinoza, dass das Christentum und das Judentum nur vorübergehende Erscheinungen ohne absolute Dauer sind.  Die Aufklärer konnten sich mit ihrer Forderung nach Glaubens- und Gedankenfreiheit auf die im Jahre
1689 erschienenen " Briefe über die Toleranz " von John Locke beziehen. 1696 brachte John Toland ein Buch in Umlauf, in welchem er die Kirche beschuldigte, dass die Bibel teilweise eine Fälschung sei und der Klerus es sich zur Aufgabe mache, die Menschen zu hintergehen. Der Volksglaube, dass wenn ein Komet am Himmel erschien, Elend über das Volk hereinbräche, wurde von Pierre Bayle angegriffen. 

Die Erwartung der Menschen, dass Vernunft und Freiheit in voraussehbarer Zeit sie von der Suppression (Unterdrückung)  und Mittellosigkeit befreien würde, spornte sie an. Ferner vertraten viele Menschen das Motto von Francis Bacon " Wissen ist Macht ".  So entstand in Frankreich die allbekannte Encyclopédie, welche von Denis Diderot und Jean d Àlembert veröffentlicht wurde. Zahlreiche Aufklärer verfassten Berichte für das Hauptwerk der Aufklärung, unter anderem Montesquieu (Persische Briefe : zwei Perser besuchen Europa, die Leser sehen ihre Welt durch die Augen der Fremden mit erhellenden komisch - satirischen Effekten) und Voltaire.  Dieser war ein starker Gegner der Kirche und ein Erneuerer der Geschichtsschreibung. Den Großteil seines Rufs verdankte er seinem erfolgreichen Kampf gegen Irrtümer und Willkürurteile der Justiz.

Die Aufklärung war vorzugsweise eine Angelegenheit der Vermögenden in jener Zeit. Es gab aber auch Adelige, die mit den Aufklärern am gleichen Strang zogen, da sie mit deren Auffassungen harmonierten. So erhielten Aufklärer, die in eine geldmäßige oder rechtliche Notlage geraten waren,  Unterstützung. Condocret gab seinen Adelstitel sogar ganz auf und stellte sich voll und ganz auf die Seite des Bürgertums.

Auf allen Gebieten herrschte eine große Denkbewegung. Den weltlichen und kirchlichen Obrigkeiten galt kritisches Fragen und Zweifeln als sündhaft, als gutes Recht aber den zu Selbstbewusstsein gelangten Bürgern. Dies hing zusammen mit wirtschaftlichen Entwicklungen, wie zum Beispiel dem Manufakturwesen , welches dem Bürgertum mehr an Anerkennung eingebracht hat.

In der Aufklärung wirkten zwei philosophische Strömungen zusammen, der in Frankreich entstandene Rationalismus (logisches Denken als Quelle der Erkenntnis)  und der englische Empirismus (Methode des Beobachtens und Experimentierens).  Der Philosoph und Mathematiker Rene Decartes war der Begründer des Rationalismus. Der Ausgangspunkt seines Denkens war der Zweifel gegenüber Traditionen, Überlieferungen und Autoritäten. Der Satz " Cogito, ergo sum - Ich denke, also bin ich " kann unbezweifelbar und wahr sein. Daraus resultiert die Ansicht, dass alles, was vom Verstand so offensichtlich wie der Satz begriffen werden kann, wahr ist. Der Verstand (Ratio) war somit die alleinige Richtschnur für wahr und nicht wahr und für richtig und nicht richtig. Mit Hilfe des einfachen Denkens konnte man Angelegenheiten und Tatsachen ergründen.
John Locke war in England der Begründer des Empirismus. Er ging davon aus, dass sich in dem Verstand nichts befinden konnte, was man nicht zuvor beobachtet hatte. Somit war der Ausgangspunkt für jegliche wissenschaftliche Darlegung die Beobachtung.

Das Ziel der Literatur war es den Menschen zu bilden, aber auch zu erfreuen und zu belehren (In Anlehnung an " prodesse et delectare "-belehren und erfreuen" des antiken römischen Dichters Horaz) . Die Dichter waren dazu verpflichtet,  stets Gelehrte zu sein und sich an bestimmten vorgegebenen Linien zu orientieren. In ihren Werken durfte es keine Vermischung von Tragik und Komik geben. Der Inhalt jener Literatur beruhte stets auf dem Verstand und brachte hauptsächlich Menschen zum Vorschein, die durch ihren Verstand zu makellosen Menschen geworden sind. Dem Adel nutzte die Kunst nur zur Verzierung. Bei dem aufgeklärten Bürgertum aber brachte es Gedanken und menschliche Gefühle zum Ausdruck. Die Hauptgattungen sind die Fabel, das Lehrgedicht, die satirische Darstellung und das Drama.

Fabeln sind Geschichten, in denen Tiere statt Menschen handeln. Der Verfasser beabsichtigt dabei, den Menschen einen Spiegel vorzuhalten und sie auf ihre Fehler hinzuweisen. Die Fabel hat im 18. Jahrhundert eine Entwicklung vollzogen, die sich in drei Abschnitte einteilen lässt :
Am Anfang des Jahrhunderts wurden in moralischen Lehren die Ideen der Aufklärung veranschaulicht. In der Mitte des Jahrhunderts übte man Kritik an der Gesellschaft. An den feudalen Herrschern und ihrer Lebensweise wurde zum Ende des 18. Jahrhunderts Kritik geübt.
Die Lehrdichtung (didaktische Prosa) ist die im Dienst der Erziehung und Lehre stehende Dichtung. Genau wie bei der Fabel ist es ihr Anliegen Wissen, Erkenntnisse und Wahrheiten zu vermitteln, die als wahr betrachtet werden können.
Die satirische Darstellung ist die Form literarischer Zeitkritik, die die Unzulänglichkeiten von Zuständen und Weltanschauungen verspottet.
Das Drama ist eine dichterische Kunstform, bei der äußere und innere Handlung unmittelbar durch Wort und Spiel dargestellt werden. Dabei entwickelt sich aus der in der Vergangenheit vorliegenden Vorfabel und dem Handlungsablauf bis zum Wendepunkt das in die Zukunft weisende Handlungsergebnis. Man unterscheidet je nach dem Ausgang des Stück die Tragödie, die Komödie und das Schauspiel. Die wichtigste Neuheit der Aufklärung im literarischen Bereich war das bürgerliche Trauerspiel. Dieser Begriff ist in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich. Es lässt sich auf das antike griechische Drama zurückführen. In den Mittelpunkt der Handlung gelangt der Konflikt zwischen dem Adel und dem Bürgertum. Der Protagonist im bürgerlichen Trauerspiel vertritt das Bürgertum und seine Ansichten gegenüber der Obrigkeit. Der Konflikt endet meist mit einer Katastrophe, den Tod des Helden. Ein Beispiel für ein Trauerspiel ist Lessings " Emilia Galotti".
Im Bereich der Publizistik waren die aus England übernommenen "Moralischen Wochenschriften" eine typische Zeiterscheinung. Gegenüber vorhandenen Zeitschriften verbreiteten sie neue wissenschaftliche und sittliche Anschauungen. Sie stillten das enorm gewachsene Lesebedürfnis der Bevölkerung. In Umlauf kam das Wort von der "Lesesucht", von den kirchlichen Autoritäten kritisch beäugt.

Bekannte Autoren der Aufklärung sind Gotthold Ephraim Lessing 1729-1781, Johann Christoph Gottsched 1700-1766, Christian Fürchtegott Gellert 1715-1769, Christoph Martin Wieland 1733-1813.

Einige wichtige Vertreter der Aufklärung waren die Philosophen René Descartes, Baruch Spinoza, Anthony Shaftesbury, Gottfried Leibniz, der Naturwissenschaftler Isaac Newton und der Rechtskundler Hugo Grotius. Ferner die Engländer Francis Bacon, Thomas Hobbes, George Berkeley, David Hume und John Locke.

Die Räsionierer (Kritiker / Tadler)  hielten der Aufklärung eine Überbetonung von Vernunft und Rationalismus und eine Vernachlässigung der Gefühle vor. Um wesentliche Elemente würde sie die Wirklichkeit reduzieren (Gefühle, Phantasie und Geheimnisse der Seele).

Hausarbeit im Fach Literatur
Birgit Schröder (Chefredaktion - 19 Jahre) - RAINBOW

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